5 Nahrungsmittel, um die man einen Bogen machen sollte.

Ob leckeres Steak zum Mittag, Lachs zum Abendessen oder Popcorn als Snack für zwischendurch – die meisten Menschen wollen einfach nur genießen und nicht großartig darüber nachdenken, wie viele Kalorien oder welche Fette sie mit ihrem Essen gerade zu sich nehmen. Genießen ist auf alle Fälle erlaubt, solange es der Gesundheit nicht schadet!

Es lohnt sich jedoch, auf seine Lebensmittel zu achten, denn nicht nur Fettleibigkeit resultiert aus einem ungesunden Lebensstil, sondern das Krebsrisiko steigt auch bei vermeintlich gesunden Nahrungsmitteln. Welche Lebensmittel man nur selten auf dem Teller haben oder sogar komplett vom Speiseplan streichen sollte, zeigt die folgende Liste.

1. ) Gegrilltes Fleisch und Gemüse

Wenn die Tage wärmer und die Abende länger werden, wird die Luft schnell von leckerem Grillgeruch erfüllt. Keiner will sich die Gelegenheit entgehen lassen, Würstchen, Käse oder Gemüsespieße unter freiem Himmel zuzubereiten und zu genießen. Leider gibt es eine schlechte Nachricht für alle Grillmeister: Grillen ist ungesund und gesundheitsgefährdend.

Denn die Holzkohle der Grills entwickelt bei hohen Temperaturen und in Verbindung mit heruntertropfendem Fleischsaft und Marinade sogenannte HAAs, die im menschlichen Körper krebserregend sind. Diese befinden sich vor allem in zu dunkel gewordenem Fleisch und können Tumore im ganzen Körper auslösen.

Tipp: Jetzt aber keine Panik aufkommen lassen. Die gesundheitsschädlichen Stoffe lassen sich leicht umgehen und minimieren. Wer nicht auf einen Gas- oder Elektrogrill umsteigen möchte, kann beispielsweise das Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die Kohle komplett durchgezogen ist.

Des Weiteren haben Forscher herausgefunden, dass Rosmarin die Bildung der krebserregenden Stoffe mindert. Dabei sollen auch schon kleine Mengen reichen – somit schmecken Würstchen & Co. nicht zu stark nach dem Gewürz. „In unseren Untersuchungen konnten wir nachweisen, dass Rosmarin eine Minderung von bis zu 10 Prozent bewirken kann“, erklärt Prof. Karin Schwarz von der Universität Kiel.

2.) Transfettsäuren

 

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Was so komisch klingt, hat es auch in sich. Denn Transfettsäuren, auch Transfette oder „hydrierte Fette“ genannt, sind pflanzliche und tierische Öle, die industriell gehärtet wurden, um sie besser verarbeiten zu können. Beispielsweise entstehen aus diesen Fetten Margarine und Frittierfett. Das Fatale an ihnen ist jedoch, dass sie auch in anderen Produkten wie Keksen und Fertiggerichten stecken, ohne dass man mit ihnen rechnet. So nimmt man sie unbewusst immer wieder zu sich, auch wenn man gar keine Margarine aufs Brötchen streicht oder gar kein Frittier-Fan ist.

Das Schlimme daran ist, dass diese Transfette keinerlei Vorteile für den Körper bieten, sondern ihm sogar schaden. Zum einen erhöhen sie den Cholesterinspiegel, was über längere Zeit zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Auch hemmen die Fette den Stoffwechsel und ein erhöhter Cholesterinspiegel kann in einer Krebserkrankung resultieren. Zum anderen stehen die Fette im Zusammenhang mit Adipositas- und Diabetes-Erkrankungen.

Tipp: Wenn diese krankmachenden Fette also in allen verarbeiteten Lebensmitteln stecken – was kann man nun machen, um sich zu schützen? Am besten wäre es natürlich, wenn man seine Speisen immer aus frischen Zutaten kocht und auf Fertigprodukte verzichtete. Da dies nicht für jeden machbar ist, da Zeit und Geld nicht immer gegeben sind, sollte man sich für die nächsten Einkäufe vornehmen, die Etiketten der Lieblingsartikel anzuschauen. Transfette verstecken sich dabei hinter verschiedenen Begriffen wie Palmöl oder dem Hinweis „gehärtetes“ oder „zum Teil gehärtetes Öl“. Beim Braten oder Frittieren bietet es sich an, Raps- oder Sonnenblumenöl statt Frittierfett zu verwenden.

3.) Genverändertes Essen

 

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Die Mehrzahl der Deutschen lehnt genmanipulierte Lebensmittel ab, weshalb Hersteller hierzulande weitestgehend auf dieses Verfahren verzichten. Dennoch kann man sich als Käufer nicht sicher sein, ob z.B. ein Rind nicht mit genverändertem Futter versorgt wurde.

Das Fatale: Die veränderten Gene stehen in dem Verdacht, Antibiotika im menschlichen Körper wirkungslos zu machen. So besteht die Gefahr, dass ein Erkrankter nicht effektiv behandelt werden kann, da die schädlichen Bakterien gegen Antibiotika immun sind.

Tipp: In Deutschland herrscht eine strenge Politik in Bezug auf genveränderte Rohstoffe, sodass es genügt, wenn man das Kleingedruckte auf verarbeiteten Lebensmitteln liest, um herauszufinden, ob der Artikel „belastet“ ist. Denn sobald mehr als 0,9 Prozent der Zutaten eines Produktes genverändert sind, muss der Hersteller dies auf der Verpackung vermerken.

Einige Lebensmittel auf der anderen Seite, wie beispielsweise Dosenmais, tragen mittlerweile freiwillige Siegel, die das Produkt als gentechnikfrei deklarieren, um es dem Käufer einfacher zu machen. Besondere Vorsicht sollte man jedoch walten lassen, wenn es um importierte Produkte aus den USA oder Kanada geht, denn dort werden vielfach genveränderte Rohstoffe für die Lebensmittelproduktion eingesetzt.

4.) Zuchtfisch

Fisch ist gesund und versorgt den Körper unter anderem mit wichtigen Nährstoffen wie Eisen. Da mittlerweile mehr Menschen Fisch und andere Meerestiere essen, als man aus den Meeren und Seen fischen kann, werden auf Fischfarmen gezielt Fische zum Verzehr gezüchtet. Das Problem: Die Becken der Züchter sind randvoll, sodass die Tiere sich schnell mit Krankheiten infizieren und anfällig für Seeläuse werden. Diese werden dann mit Pestiziden und Antibiotika behandelt, welche dann wiederum im Körper des Verbrauchers landen. Geschieht dies regelmäßig, kann es zu Tumoren und anderen Krebserkrankungen kommen.

Tipp: Um sich vor den Schadstoffen zu schützen, sollte man Meeresfrüchte und Fisch als Delikatesse nur einmal in der Woche essen. Um sicherzugehen, dass die Fische nicht „verseucht“ sind, sollte man auf Gütesiegel achten und bei Bio-Züchtern kaufen. Auf deren Farmen haben die Fische ausreichend Platz und bei Erkrankungen wird auf natürliche Heilmethoden zurückgegriffen.

5.) Mikrowellen-Popcorn

Jeder weiß, dass Popcorn aufgrund seines Zucker- und Fettgehalts nicht gerade der gesündeste Snack ist. Jedoch lauert beim regelmäßigen Knabbern von Mikrowellen-Popcorn eine weitaus schlimmere Gefahr als eine Gewichtszunahme. Denn die Verpackung, die man samt Popcorn für einige Minuten in die Mikrowelle steckt, ist unter anderem mit einem Stoff namens Perfluoroctansäure (PFOA) beschichtet.

Dieser chemische Stoff soll verhindern, dass das Öl des Popcorns die Tüte von innen her aufweicht. Die Gefahr dabei ist aber, dass diese Säure in Verbindung mit der Hitze in der Mikrowelle krebserregende Gase freisetzt, die man dann mit dem Popcorn zu sich nimmt. PFOA wird mit Hoden- und Prostatakrebs in Verbindung gebracht und sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Tipp: Mit ein paar Arbeitsschritten mehr muss man nicht auf sein geliebtes Popcorn verzichten, aber vermeidet den Kontakt mit der gefährlichen Chemikalie. Denn in einem Topf mit Öl und Zucker/Salz kann man ganz einfach sein eigenes, frisches Popcorn machen. Popcornmais ist in jedem Supermarkt erhältlich.

Auch wenn diese Nachrichten erst einmal schockieren, darf man nicht verzweifeln. Am besten überlegt man, welche Alternativen man in seinen Alltag einbauen kann und welche Nahrungsmittel man einfach seltener essen möchte. Ein Komplettverzicht muss es ja nicht immer sein.

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